Lianes Gardasee-Reisen

 

 

Wandern und Klettern am Lago di Garda

  Monte-Baldo-Wanderung  
  Unter Monte Baldo versteht man das Bergmassiv, welches sich östlich vom Gardasee, parallel zu seinem Ufer, von Nago bis nach Garda hinabzieht. Zahlreiche Gipfel erheben sich auf dem Kamm des Monte Baldos in Höhen bis nahezu 2200m über dem Meeresspiegel. Eine Seilbahn führt von Malcesine bis auf 1752m, eine beliebte Aufstiegshilfe für Wanderer und Mountainbiker.
Tourenbeschreibung:
Ausgangspunkt ist die Bergstation der Seilbahn Funivia von Malcesine. Man startet in Richtung Süden auf dem Weg Nr. 651, welcher abwärts in die Bocca di Tratto Spino führt.
 
  Hier beginnt der Gegenanstieg und nach kurzer Zeit erreicht man Bel Vedere, eine weitere Seilbahnstation. Jetzt hält man sich über die Wiesen in Richtung der schroffen Wände der Cima delle Pozzette.
  Steinbock am Monte Baldo  
  Der gut erkennbare Weg verläuft in bezaubernder Landschaft immer mehr oder weniger am Kamm entlang. Nach insgesamt 1,5 Stunden erreicht man den ersten Gipfel, die Cima delle Pozzette auf 2132m.
Anschließend dem Weg durch Latschen hindurch abwärts folgen, zum tiefsten Punkt des Jochs und die Ostflanke der Cima del Longino queren. Nach der Querung wechselt der Weg die Seite und man erreicht das Val Finestra, das ein Ausblick mit grandioser Felskulisse auf den Gardasee bietet. Es folgen mehrere ausgesetzte Felspassagen, teilweise mit leichter Kletterei verbunden. Schließlich gelangt man zu einem Wegweiser: dem rechten Weg folgend wird das Gipfelkreuz der Cima Valdritta (2218m), dem höchsten Punkt des Monte-Baldo-Massivs, nach kurzer Zeit sichtbar. Spätestens hier weiß man, dass sich der Gipfelanstieg gelohnt hat: Eine unvergessliche Aussicht auf dem Gardasee offenbart sich dem Wanderer.
Zurück am Wegweiser steigt man in die nahegelegene Scharte Forcella Valdritta auf 2107m hinab. Hier bietet sich der Abstieg zurück zum Gardasee auf dem Weg Nr.5 an. Man läuft das Valdritta-Kar hinab und erreicht den Sattel der Guardiola. Weiter abwärts führt der Weg am Forsthaus Col di Piombi (1164m) vorbei und schließlich erreicht man in insgesamt 3 Stunden von der Scharte Forcella Valdritta die Mittelstation San Michelle (563m) der Seilbahn.

 

 

 

  Klettern am Gardasee  
  Klettern am Gardasee hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen und ist heute jedem Kletterer ein Begriff. Trotzdem handelt es sich um ein relativ junges Gebiet, das Anfang der 80er Jahre mit dem Aufkommen der Sportkletterbewegung erschlossen wurde. Seitdem sind explosionsartig neue Gebiete entstanden, die der Gegend seine heutige Vielfalt geben.  
  Vor allem im Norden des Sees sind die Kletterer zu Hause. Die Gegend um und in Arco hat sich zum Treffpunkt der internationalen Kletterszene entwickelt, Höhepunkt ist der alljährlich im September veranstaltete Rockmaster.
  Es handelt sich um den welthöchsten Kletter-Wettkampf, der die Steilwandartisten aus aller Welt in das kleine beschauliche Örtchen lockt.
Trotz der Massen an Menschen, die sich in den Wänden tummeln, lassen sich dank der Vielfalt und Weitläufigkeit des Gebietes auch weniger überlaufene Exklusivtouren finden.
 
 
  Die Vorzüge des Kletterns am Gardasee sind unübersehbar: egal ob Sportkletterer oder Alpinkletterer, ob Anfänger oder Profi, am Gardasee lassen sich überschauliche, gut abgesicherte Klettergärten genauso gut finden, wie alpine Big Walls. Außerdem zieht das mediterrane Klima am Südrand der Alpen zahlreiche Kletterer zum Gardasee.
  Während in unseren Breiten das Klettern zu kalten Jahreszeiten nur in der Halle möglich ist, herrscht im Frühjahr und Herbst am Gardasee die Kletterhochsaison.Im Hochsommer sollte man aber die Mittagshitze bedenken und nicht zu spät in hohe Wände einsteigen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

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